Freiwillige Feuerwehr Meran
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18.05.2010
Am Ende jedes Übungsblockes, hält die Freiwillige Feuerwehr Meran eine Abschlussübung, welche für diesen Frühling am 18/05/2010 stattfand.
Um ca. 20.20 Uhr wurde für die Freiwilligen Feuerwehren Meran und Untermais der Alarm ausgelöst, wobei die Übungsannahme ein: „ Dachstuhlbrand in der Kapuzinerstiftung Liebeswerk in der Meraner Goethe-Straße mit mehreren vom Rauch eingeschlossenen jugendlichen Heimbewohnern“ war.
Die erste eingetroffene Mannschaft des Tanklöschfahrzeuges vom freiwilligen Nachtdienst, schickte nach einer Erkundung einen Atemschutztrupp zur Menschenrettung vor. Die nach und nach anrückenden Fahrzeuge: Kommandofahrzeug, Drehleiter, Universallöschfahrzeug, Rüstfahrzeug von Meran sowie der neue Hubsteiger der Freiwilligen Feuerwehr Untermais, wurden angesichts der günstigeren Position auch in der parallel zur Goethe-Straße verlaufenden Klosterstraße in Stellung gebracht und beim Einsatzleitfahrzeug der FF-Meran die Einsatzleitung aufgebaut. Die weitere Mannschaft ist mit den Mannschaftsfahrzeugen 1 und 2, einem Kleintransportfahrzeug Pickup und den Gerätewagen 1 und 2 angerückt. Die Verkehrssicherung wurde von der Stadtpolizei Meran durchgeführt.
In der Zwischenzeit haben mehrere Trupps durch das Treppenhaus die oberen Geschosse erreicht und es wurden vor allem die verrauchten Wohnräume im Dachgeschoss des dreigeschossigen Wohngebäudes „Projektmühle“ mit Wärmebildkamera nach vermissten Jugendlichen durchsucht, während gleichzeitig vom Balkon des dritten Stockes mittels Hubsteiger der FF-Untermais die dorthin geflüchteten Jugendlichen sicher in den Hof gerettet wurden, wo an einem Sammelplatz in Absprache mit dem Aufsichtspersonal des Hauses eine Anwesenheitsüberprüfung vorgenommen worden ist, was sich aber als schwierig erwies, da die Zahl der anwesenden Heimbewohner zu dieser Zeit nicht bekannt war.
Parallel zur Feststellung und Überprüfung der Rettung aller eingeschlossenen Jugendlichen ist mit den freigewordenen Trupps ein Innenangriff vorgenommen worden, während über die Drehleiter auch ein Außenangriff simuliert wurde.
Die gesamte Einsatzstelle ist angesichts der hereinbrechenden Dunkelheit mittels verschiedener Scheinwerfer und einer Ballonleuchte Powermoon gründlich ausgeleuchtet worden.
Nach rund einer Stunde, also um ca. 21.30 Uhr, konnte „Brand aus“ gegeben werden und die evakuierten Jugendlichen in ihre vertrauten Wohnräume zurückkehren, während mit den 33 Männern der FF-Meran und den 3 Männern der FF-Untermais im Innenhof des Objektes eine Übungsnachbesprechung durchgeführt worden ist.
Abschließend lud der Hausherr Direktor P. Paul Hofer der Kapuziner Provinz Brixen alle Beteiligten dankenswerterweise zu einem gemütlichen Beisammensein in den hauseigenen Speisesaal.
(hw)