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Besondere Einsätze

17.04.2012 - 02:10
Brand Obstgenossenschaft Gargazon

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Gasexplosion

04.07.2009

Gegen 09.30 Uhr des 04.07.2009 wurde die Feuerwehr Meran alarmiert (Alarmstufe 4), da in der Cavourstr. 65 Gasgeruch festgestellt worden war. Als der erste Trupp ankam und mit dem Gasspürgerät eindeutig feststellen konnte, dass es sich um eine gefährliche Gaskonzentration handelt, wurde mit Hilfe der anwesenden Beamten des Meraner Polizeikommissariates die Räumung des Gebäudes veranlasst und weitere Einsatzkräfte angefordert. Die ebenfalls vor Ort anwesenden Sanitäter des Rettungsdienstes des Roten Kreuzes von Meran machten uns aufmerksam, dass sich in der Wohnung eine Person befinden würde. Die Feuerwehrmänner schlugen die Glastür beim Balkon ein und öffneten die Fenster und konnten die Frau regungslos am Boden in der Küche vorfinden. Die aufgedrehte Propangasflasche konnte schnell zugedreht werden. Bei der versuchten Rettung hat sich ein Funke gebildet und dadurch die Verpuffung des explosionsfähigen Luft-Gas-Gemisches ausgelöst. Der Sanitäter wurde durch die Druckwelle regelrecht vom Balkon geschleudert, ein Feuerwehrmann erlitt Verbrennungen am Gesicht. Der zweite FF-Mann befand sich zufällig hinter der Tür, und somit ist die Stichflamme neben ihm vorbei. Sofort hat die Wohnung zu brennen begonnen, und zwar in einem Schlafzimmer und in der Küche. Die Frau lag überschüttet mit verschiedenen Gegenständen umzingelt von Flammen am Boden, so hat der zweite Feuerwehrmann kurzerhand mit zwei Pulverlöschern den Brand in der Wohnung gelöscht und die Frau von den Trümmern befreit um sie dann auf den Balkon hinaustragen zu können. Dort konnte er sie den mittlerweilen eingetroffenen Kollegen übergeben, die dann auch mit den weiteren Löscharbeiten im Schlafzimmer angefangen haben. Die drei Einsatzkräfte wurden ins Krankenhaus von Meran gebracht. Der Sanitäter zog sich Schnittverletzungen am Arm und Verbrennungen zu, ein Feuerwehrmann Verbrennungen im Gesicht. Der zweite FF-Mann hatte mit Rauchgasverletzungen zu kämpfen und konnte nach 3 Stunden Behandlung wieder das KH verlassen. Die restlichen Löscharbeiten wurden von Feuerwehrmännern aus Meran, Untermais und Gratsch durchgeführt. Die Ermittlungen zum genauen Hergang führt die Staatspolizei Meran mit Hilfe der Berufsfeuerwehr von Bozen. Vor Ort waren neben den Feuerwehren das Rote Kreuz, das Weisse Kreuz, mehrere Notärzte, Polizei Carabinieri und Stadtpolizei. 

Kdt. Karl Freund
 

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